2. 01-2014 Operation Nr. 9 Knie rechts in Frankfurt/Main
- schrittabschnitt
- 5. Feb. 2023
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Im Januar 2014 ging ich der Empfehlung einer damaligen Freundin nach und stellte mich in einer Klinik in Frankfurt vor (Namen von Klinik und Ärzten nenne ich nicht).

Nach Begutachtung aktueller MRT Bilder und einem sehr informativen Gespräch mit der Professorin, empfahl sie eine Umstellungsosteotomie oder auch Achskorrektur genannt. Dabei wird die Beinachse, die sich durch die jahrelange Fehlbelastung erheblich verändert hat, korrigiert. Ein OP-Termin wurde für den 13.01.2014 festlegt.
Es sollte meine erste "richtige" Operation werden. Also keine Arthroskopie wie die letzten Eingriffe.
In den Nächten kurz vor der OP hatte ich erstmals schreckliche Alpträume. Ich träumte davon, dass man mir das falsche Körperteil operiert, dass mir plötzlich mein komplettes Bein fehlt oder ich nicht mehr aufwache. Und jedesmal stand mein Sohn Kilian im Aufwachraum neben meinem Bett und weinte. Das war wirklich spooky.
Seit dieser Zeit schreibe ich vor jeder Operation Briefe. Ja, Abschiedbriefe sind für Einige vielleicht merkwürdig, dämlich oder was auch immer aber mich beruhigt es. Einen schreibe ich an Kilian, einen an meine Schwester, meinen Freund, meine Eltern, meine Nichte und Neffen und an meine besten Freundinnen. Ich packe die Briefe in meine Handtasche und nach erfolgter OP hole ich sie heraus und vernichte sie wieder. Quasi als Abschluss einer neuen gelungenen "Mission".
Nach stationärer Aufnahme und erfolgter OP Nummer 9 am rechten Knie folgte dann die Ernüchterung. Besprochen wurde ja die Umstellungsosteotomie, allerdings überlegte die Ärztin wohl während ich in Narkose lag, dass sie erstmal nur mittels Arthroskopie ins Knie schaut, um einen größeren Eingriff zu vermeiden. Schließlich könne man ja ein paar Vernarbungen, die auf den gemachten Aufnahmen zu sehen waren und der voranschreitenden Arthrose, nur bisschen aufräumen und säubern und damit ist das Thema Knie für mich dann erledigt. Nicht, dass diesen Gedanken auch alle 6-8 Ärzte vor ihr bereits hatten und die Vernarbungen immer hartnäckiger wurden aber sie war ja eine Professorin...

An dieser Stelle möchte ich einfügen, dass ich in all den Jahren niemals eine verantwortliche Person oder Klinik gesucht habe. Das tue ich bis heute nicht! Ich stelle lediglich ein paar Entscheidungen in Frage aber wir sind ja alles nur Menschen.
"Ein Optimist weiß sehr wohl, dass nicht immer alles gut gehen kann.
Aber er weiß ebenso, dass nie alles schiefgehen wird."



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