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3. 11-2014 Operation Nr. 10 in Heidelberg

  • Autorenbild: schrittabschnitt
    schrittabschnitt
  • 5. Feb. 2023
  • 2 Min. Lesezeit

Im Sommer waren die Schmerzen zum damaligen Zeitpunkt am Höhepunkt, sodass ich den Rat meiner lieben Freundin Chris nachging und mich in der orthopädischen Uniklinik in Heidelberg vorstellte. Sie selbst wurde dort operiert und hatte nur gute Erfahrungen gemacht.

Der Oberarzt untersuchte mich sehr gründlich, machte viele Aufnahmen und beriet mich ebenfalls zu einer Umstellungsosteotomie um einen Gelenkersatz hinauszuzögern oder gar zu vermeiden. Auf den Bildern stellte der Arzt eine hochgradige Kniearthrose fest wobei die Knorpel auf der Innenseite des Gelenks nicht mehr vorhanden waren, und somit Knochen auf Knochen lag. Ein OP Termin wurde für Oktober festgelegt, abgesagt und dann auf 5 Wochen später im November verschoben.

Die 10. Operation am rechten Knie wurde am 19.11.2014 durchgeführt. Im Aufwachraum nahm ich meinen Oberarzt neben mir stehend wahr, der mir mitteilte, dass der geplante Eingriff mit der Achskorrektur nicht durchführbar war und er stattdessen eine alternative Operation vollziehen musste, die mir aber eine größere Heilungschance versprechen sollte. Noch von der Narkose völlig benebelt, verstand ich natürlich nur die Hälfte, war mir aber im Laufe der nächsten Minuten oder Stunden bis zum vollständigen Aufwachen nicht ganz sicher, ob ich das nur geträumt hatte oder ob sich die Geschichte von Frankfurt ein weiteres Mal wiederholen würde.

Bei der abendlichen Visite bestätigte mir der Oberarzt meine Befürchtung und erklärte mir, dass er eine sogenannte Mosaikplastik nach OATS oder auch Knorpel- und Knochenzylindertransplantation genannt operieren musste. Grund dafür war eine


erhebliche Verschlechterung der Knorpelsubstanz am rechten Knie nicht nur innen sondern mittlerweile auch außen und damit war eine Umstellung absolut nicht mehr möglich. Es wäre aber alles sehr gut verlaufen.


Es folgte die Anpassung einer Orthese, die in der Klinikeigenen Orthopädietechnik hergestellt wurde. Die Farben durfte ich mir aussuchen und ich entschied mich natürlich zu schwarz und rot, die Farben der Eintracht Frankfurt! Physiotherapie, Lymphdrainage und Gangtraining stand täglich auf dem Plan, da ich mein Bein für 6 Wochen zu 0% belasten durfte. Nach 11 Tagen durfte ich das Krankenhaus verlassen und mir wurde eine Physiotherapeutin für 2-4x wöchentlich zu mir nach Hause bestellt. Nach einigen Wochen im neuen Jahr 2015 durfte ich langsam mehr Prozente auftreten, am Rollator und Gehstützen laufen und machte in allen Bereichen Fortschritte. Auch die Schmerzen ließen langsam nach...


-> dies ist nur der erste Teil der Episode Heidelberg 1.0 <-

"Wenn dir das Leben Steine in den Weg legt: Drauf stellen, Balance halten, Aussicht genießen, lächeln und weitergehen!"

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