5. 11-2016 Operation Nr. 12 Knie rechts Schlittenprothese
- schrittabschnitt
- 5. Feb. 2023
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Ungefähr ein dreiviertel Jahr lang waren die Schmerzen auf ein Minimum geschrumpft, bevor sie an manchen Tagen heftiger als je zuvor zurückkehrten und ich im Frühsommer abermals in Heidelberg vorstellig wurde.

Das bekannte Procedere Röntgen, MRT waren schnell gemacht und nach einigen Gesprächen und hinzuziehen weiterer erfahrener Ärzte, Ober- und Chefärzte und des Professors blieb nun nur noch der Einsatz eines künstlichen Kniegelenks.
Nach meiner Vorgeschichte und aufgrund meines verhältnismäßig noch sehr jungen Alters entschied man sich für eine Schlittenprothese oder auch Teilprothese. Eine Schlittenprothese kann nur durch eine Vollprothese und Diese nur noch ein einziges weiteres Mal ersetzt werden. Somit würde man mir etwas Zeit schenken, falls erneut Probleme auftreten. Bestenfalls könne man aber auch mit einer Schlittenprothese viele Jahre sehr gut leben. Nachdem ich mich genauestens über den geplanten Eingriff informiert hatte und ich mich mit dem Gedanken, einen Fremdkörper in meinem Bein zu haben etwas anfreundete, solang die Schmerzen dadurch reduziert wurden, bereitete ich mich kopfmäßig auf meinen Termin vor.
Die 12. Operation wurde am 04.11.2016 erfolgreich durchgeführt und ich konnte am nächsten Tag bereits mit den Physiotherapeuten das Bein voll belasten und mit dem Training beginnen. Mein Kreislauf war in dieser Zeit, wie auch sonst immer meine größte Herausforderung und der nervigste Gegenspieler, der mich von der gewünschten Aktivität abhielt.
Durch die Erfahrung der vorangegangenen Arthrolyse lag das Augenmerk besonders auf der Beugung und ich durfte nach 8 Tagen die Klinik in eine stationäre Rehaklinik in Bad Homburg verlassen. Die erste Woche war sehr schmerzhaft und anstrengend. Ich lernte nette Mitpatienten kennen, die durch ihre ähnlichen Schicksale eine gute Motivation waren. Im Großen und Ganzen war ich dort zufrieden mit den Behandlungen. Einzig das Wissen, dass mein Bein von den meisten Therapeuten für mich nicht individuell genug behandelt wurde sondern nach Schema F - in diesem Fall Therapien nach OP Einsatz einer Schlittenprothese, hat in mancherlei Hinsicht mein Bein zu sehr an seine Grenzen gebracht und immer wieder zu Rückschritten geführt. Somit wurde die für 3 Wochen angesetzte Rehamaßnahme auf insgesamt 5 Wochen verlängert und ich wurde mit Einschränkungen entlassen, die laut den Ärzten auch ambulant zu behandeln waren.
Ambulante Physiotherapie nahm ich 1-2x wöchentlich wahr, solange bis nach 8 Wochen mein Orthopäde in Oberursel der Meinung war, dass sein Budget für eine weitere Verordnung begrenzt sei und es für mich ja nun reichen würde. Den Rest könne ich auch zuhause alleine und mit eigener Kraft hinbekommen. Das ich weiterhin humpelte und immer mal wieder an Krücken laufen musste weil die Schmerzen nie komplett weg waren, ignorierte er erfolgreich.
Als Konsequenz wechselte ich den Orthopäden und war sehr dankbar darüber, dass ich in einer Bad Homburger Gemeinschaftspraxis bei einem wirklich kompetenten Arzt als Weiterbehandler aufgenommen wurde. Natürlich war er ebenfalls der Meinung, dass ich weiterhin Physiotherapie benötige und er verschrieb mir dauerhaft Rezepte - außerhalb des Regelfalls -, die nach einiger Zeit zur gewünschten Verbesserung beitrugen.
"Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist." Henry Ford



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